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Klimaanlage und Kühlung

Was verursacht eine Überhitzung?

Ohne ein ausreichend eingefülltes Frostschutzmittel beginnt der Motor im Innenbereich an zu rosten. Da dies äußerlich nicht erkennbar ist, treten Überhitzungsprobleme in der Regel erst dann auf, wenn man sich auf der weiteren Fahrt befindet. Denn dann lösen sich die einzelnen Brocken und verstopfen die Schläuche und Kühler, die entsprechend ausgebaut und gereinigt werden müssen. Achten Sie auch auf eine verölte, zähflüssige Kühlflüssigkeit – sie gilt als ein eindeutiges Zeichen, dass ein dringender Wechsel ansteht.

Eine weitere Schwachstelle und Ursache für eine Überhitzung ist ein disfunktionaler Thermoschalter. Dieser misst während der Fahrt die Temperatur der Kühlflüssigkeit – steigt diese auf mehr als 90 Grad Celsius an, schaltet sich automatisch das Lüfterrad ein. Ist das Thermostat fehlerhaft, weil beispielsweise die Öffnung beschädigt ist, strömt nicht genug Wasser ins Kühlsystem, und der Motor überhitzt. Immerhin können Sie im Falle einer Panne ein kurzes Stück auch ohne den Temperaturfühler fahren – mit einer defekten Wasserpumpe allerdings ist dies keine gute Idee:

Ist die Wasserpumpe defekt, heißt es: sofort anhalten! Ohne sie bewegt sich die Flüssigkeit im Motor nicht mehr. Ein Ausfall dieses Bauteils ist allerdings eher unwahrscheinlich. Ein einfacher Test gibt einen sicheren Aufschluss: Öffnen Sie den Deckel des Ausgleichsgefäßes und lassen Sie den Motor konstant mit einer etwas höheren Drehzahl laufen: Eine Wasserzirkulation muss mit dem bloßen Auge erkennbar sein – steht das Wasser hingegen, läuft der Motor zu heiß. Angetrieben wird die Wasserpumpe per Keilrippen- oder Zahnriemen.

Will die Zylinderkopfdichtung nicht mehr so, wie sie soll, läuft Öl oder Wasser in den Brennraum. Ein untrügerisches Anzeichen ist es, wenn ein weißer oder schwarzer Rauch aus dem Auspuff steigt. Ob im Motor Wasser verbrannt wird oder eine Dichtung defekt ist, erkennen Sie durch ein Ausschrauben der Zündkerzen.

Niedrige Kühlwasserstände deuten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf einen undichten Kühler hin. Das heißt: Regelmäßig den Kühlwasserstand prüfen und bei Bedarf nachkippen.

Das Frostschutzmittel kann ebenfalls nur austreten, sollte das System ein Leck haben. Vorsichtig entsorgen – es besteht Vergiftungsgefahr!

Reparatur von undichten Kühlsystemen

Bei warmem Motor und offener Kühlerhaube erkennen Sie sofort, ob der Schlauch undicht ist. Gegen Lecks an der Oberseite oder an Nahtstellen hilft die einfache Aufbringung eines Präparates, wie es auch beim Zusammenhalten von Metall verwendet wird. Lassen Sie es rund zehn Stunden härten – am nächsten Tag können Sie wie gewohnt mit Ihrem Wagen fahren.

Die Reparatur eines Kühlerdeckels erfolgt mit der Hilfe einer neuen Dichtung oder der Auswechslung des Deckels. Achten Sie hier darauf, dass das Bauteil auch wirklich passgenau sitzt: Ein zu großer Kühlerdeckel wird bald noch mehr Probleme verursachen. Und für Ihr eigenes Wohlbefinden sollten Sie den Motor mindestens eine Viertelstunde vor dem Berühren des Kühlerdeckels ausschalten – im heißen Zustand kann dieser Ihnen schwere Verbrennungen zufügen.

War der Kühler verstopft oder undicht, sollte er am Ende der nötigen Reparaturen auf jeden Fall gereinigt werden. Stellen Sie dafür eine groβe Wanne auf den Boden und ziehen Sie erst dann die Stecker für den Ventilator und Temperaturfühler. Sind die Bauteile gelöst, strömt Wasser aus. Das Luftleitblech am Kühler kann verbaut bleiben, Sie haben aber mehr Platzfreiheit, wenn Sie sich die Mühe geben, es abzunehmen. Dafür müssen lediglich vier Schrauben gelöst und der Kunststoffleiter am Kühlergrill ausgeklippt werden. Nach der Herausnahme des unteren Gummihalters erscheint das Ausmaß des Defekts vor Ihnen. Wischen Sie für eine noch bessere Sicht auf den Kühlerblock den befindlichen Schmutz einfach ab.

Positionieren Sie nach dem Umschrauben des Thermofühlers und der Reinigung den Kühler wieder im Motorraum und sichern Sie ihn mit den beiden oberen Haltern: Wie üblich, muss alles erneut in umgekehrter Reihenfolge zusammengebaut werden: Stecker und Schläuche fixieren, Luftleitblech ebenfalls wieder anschrauben. Prüfen Sie zur Sicherheit noch durch einen manuellen Druck an den Schläuchen die Dichtheit der Verbindungen und starten Sie den Motor, noch während der Ausgleichsbehälter aufgeschraubt ist. Schauen Sie während des Warmlaufens, ob Sie weitere undichte Stellen entdecken und füllen zur Not noch mehr Wasser nach. Gleichzeitig sollten Sie die Heizung und Lüftung im Wageninneren auf die höchste Stufe stellen. Sobald die Betriebstemperatur erreicht ist, öffnet das Thermostat bei einer optimalen Funktion automatisch den zweiten Kühlkreislauf.

Merke:

Der Kühler sollte mindestens zweimal pro Jahr einem Check unterzogen werden. Den Kühlwasserstand sollten Sie sogar wöchentlich inspizieren und bei Bedarf auffüllen.

 

 

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