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Ausländische Pkws umrüsten

Fällt Ihr Blick hinter der Grenze auf ein Kraftfahrzeug, ohne dass Sie nicht mehr glücklich zu werden vermeinen, verbleibt nach dem Erwerb noch die Einfuhr nach Deutschland. Während innerhalb der meisten EU-Mitgliedsstaaten einzig der Kaufvertrag sowie ein Gutachten zur Betriebserlaubnis gemäß § 21 StVZO zu erbringen sind, geht es mit Fahrzeugen aus den USA beispielsweise nicht ganz so problemlos vor sich. Denn nordamerikanische Pkws, Zweikrafträder und Lastkraftwagen müssen in der Regel keine allgemeine Betriebserlaubnis vorweisen und werden insofern erst beim Zoll auch in technischer Hinsicht abgenommen. Zudem finden sich für einige typisch US-amerikanische Modelle auf dem hiesigen Markt kaum Ersatzteile, so unterschiedlich werden die identischen Fahrzeugtypen in den jeweiligen Ländern gebaut.

 

Besondere Probleme fallen allerdings oft bei Wagen aus Großbritannien an – die Ausnahmenation einer Ein- und Ausfuhr innerhalb Europas. Mögliche Umrüstungen können sich auf zahlreiche Komponenten erstrecken:

 

-          Asymmetrische Bauweise der Abblendlichter: Diese müssen hierzulande nach rechts und nicht nach links zeigen. Außerdem werden sie statt über einen zweiten Glühfaden über den Widerstand geschaltet: Auf jeden Fall austauschen!

 

-          Autos mit Baujahren 1960 und älter: Rücklichter einzeln absichern; in England ist eine Aufhängung beider Lichter auf einer Sicherung erlaubt.

 

-          Autos mit Baujahren 1961 und älter: Diebstahlsicherung nachrüsten. Normalerweise reichen jedoch Panzerzündspule und Anlassschloss aus.

 

-          Autos mit Baujahren 1968 und älter: Hinten müssen im Regelfall zwei rote Katzenaugen eingebaut werden, da die britischen Vorgaben nicht den Reglements des lichttechnischen Instituts in Karlsruhe entsprechen.

-          Gilt nur für ausgewählte Bundesländer: Tacho mit Kilometerskala nachrüsten. In Hessen und Schleswig-Holstein hingegen wird der Meilentacho akzeptiert, wenn die 30, 50 und 100 km/h-Stände mit einer entsprechenden Markierung beklebt werden.

 

-          Bei einigen Sportwagen müssen evtl. Sicherheitsgurte nachgerüstet werden. Reifen haben zudem den passenden Geschwindigkeitsindex aufzuweisen – aufgrund des durchgängigen Tempolimits auf der Insel ist dort keiner erforderlich.

 

-          In Deutschland komplett verboten: englische Zubehör-Holzlenkräder und Anhängerkupplungen, Seitenauspuff nach rechts und auch nicht ausreichend abgedeckte Räder.

 

Gewindeschneider richtig nutzen

Für viele der oben genannten Umbauten erweist sich ein Gewindeschneider als unentbehrliche Hilfe. Er kann ohne Probleme in jeder Hobbywerkstatt angewendet werden und ist hilfreich bei allen Metall- und Karosseriearbeiten, kann aber auch bei Holz und Kunststoff eingesetzt werden.

 

Sollten sich also für eine der oben genannten Umrüstungsarbeiten oder auch andere geplante Bauten und Reparaturen an Ihrem Wagen keine passenden Schrauben in Ihrem Werkzeugkasten befinden oder weder Loch noch Gewinde vorhanden sein, dann schneiden Sie sich einfach eine passgenaue zu!

 

Es findet sich eine Vielzahl an Gewindeschneidern in unterschiedlichen Härten für unterschiedliche Metalle, Holz- und Kunststoffmaterialien auf dem Markt, und jeder Hobbybastler kann damit problemlos an seinem Kraftfahrzeug arbeiten.

 

Benötigtes Kfz-Spezialwerkzeug:

·      Bohrer mit Zwischengrößen und evtl. Senkhilfe zum problemlosenAnsetzen

·      grober und feiner Vorschneider

·      Fertigschneider

·      Windeisen als Halterung für eine manuellen Inbetriebnahme oder ein Werkzeughalter mit Knarrenfunktion

·      Schneid-Eisen samt Halterung für das Außengewinde

 

Empfohlene Vorgehensweise:

 

·       Ein geeignetes Loch bohren.

·       Gewindeschneider ölen und eindrehen: Ein senkrechter Winkel ist unabdingbar!

·       Schneider mit so vielen Umdrehungen ein- und jeweils ein wenig zurück drehen, dass gebrochene Metallspäne leicht entsorgt werden können und das Gewinde die erforderliche Tiefe aufweist.

·      Keine ruckartigen Bewegungen ausführen - Gewindeschneider sind robust, verfügen jedoch oft nicht über die benötigte Flexibilität.

·      Grundsätzlich gilt: Sorgfältig arbeiten und spezielle Arbeitsanweisungen genauestens befolgen!

 

 

Was tun bei festsitzenden Stehbolzen?

Bei Arbeiten am Motor oder Zylinderkopf können auch bei viel Aufmerksamkeit durch im Laufe der Zeit entstandenen Rost-Stehbolzen beim Drehen brechen oder Gewinde ausreißen. Um dies zu vermeiden, schrauben Sie zwei Muttern auf das Gewinde und besprühen den Block mit Kriechöl, bevor Sie die untere Mutter gegen den Uhrzeigersinn drehen. Durch eine Verkantung der unteren mit der oberen Mutter entsteht ein robuster Halt und der Bolzen sollte einfach gelöst werden können. Wenn alle Stricke reißen: Ein paar leichte Hammerschläge bei gleichzeitiger Erwärmung durch eine Flamme aus dem Bunsenbrenner sollten zum erfolgreichen Abschluss der Arbeit an Ihrem Wagen führen!

 

Problemfälle:

Abbruch knapp über dem Gewinde

            Sollte der Bolzen bei der Reparatur kurz über dem Gewinde weggebrochen sein, hilft es nur, eine Mutter aufzuschweißen, deren Größe das Gewinde überragt. Sobald der Schweißvorgang abgeschlossen ist, zu Gabel- oder Ringschlüssel greifen und den Bolzen ausdrehen!

 

Stehbolzen kann nicht mehr gegriffen werden

Kann der Stehbolzen wegen eines besonders tiefen Abbruchs gar nicht mehr erreicht werden, schleifen Sie die Bruchstelle zunächst sauber ab und treiben Sie einen Körner in die Mitte. So können Sie den Bohrer in der Vertiefung zentral ansetzen und vermeiden ein Verrutschen.

Im Detail:

-          Mit einem kleinen Bohrer vorbohren.

-          Nachsetzen mit größerem Bohrer – Achtung: Parallel Öl zugeben, um ein zu tiefes Bohren zu vermeiden!

-          Schlagen Sie mit einem Hammer ein Torx-Schraubenbit in das Loch und drehen mit einem Ratschenschlüssel den Stehbolzen aus seiner Fassung heraus.

 

Und dann: Ab mit dem restaurierten Wagen auf Sommertour!

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